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Der 3. Tag |
Von den Brunnenkopfhäusern zum Kenzenhaus |
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Pensum |
Höhenunterschied:
Reine Gehzeit: gut 4½ Stunden
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Route |
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Unterkunft |
Kenzenhaus
Das Kenzenhaus liegt gerade so in der Landschaft, dass der müde gewordene Wanderer seine Nachtstatt findet. Gelobt sei also das Kenzenhaus! Unsere Erwartungen an das Haus waren recht hoch. Hüttenwanderer, die meist weiblich und älteren Semesters waren, hatten uns einiges vorgeschwärmt. Ein schneller Blick in die Karte ließ eine geruhvolle Abgeschiedenheit vermuten. Ohne Umschweife: als dann das Kenzenhaus endlich zwischen den Bäumen auftauchte, war ich doch recht enttäuscht. Das Haus lag mir zu 'tief drunten' im Wald. Dunkel war es draußen, drinnen, im Zimmer. Nachmittags geht es hoch her ums Kenzenhaus. Ob das nur an dem privaten Kleinbus liegt, der gelegentlich zwischen der Gemeinde Halblech und dem Kenzenhaus pendelt? Wir hätten es eigentlich ergründen können, den unseren 'faulen' zwei Tage haben wir auf dieser Tour hier beim Kenzenhaus eingelegt - trotz meiner gewissen Enttäuschung. Unserem ansonsten meist tapferen Mitwanderer Christopher hat dieser Pendelbus das psychische Rückgrat gebrochen. So gerne wäre er nach der kräftezehrenden Tour über den Klammspitzgrat nun elegant und bequem heimgefahren, wo das warme, weiche Bett wartete, dass wir durchaus heftig und öfters an den faulen Tage auf der Kenzenhütte aneinander gerieten. Eigentlich sollten die faulen Tage uns wieder stark machen für die Eroberung der Hochplatte ... Der Abgang auf vier Rädern wäre ohne Würde, der Weg über die Hochplatte allerdings eventuell eine Schinderei, so sind wir denn auf gemächlichen Wegen am Geiselstein vorbei zum Tegelberg gezogen. Das war mein Kompromiss. Christopher war kompromisslos und den Rest der Tour äußerst schweigsam.
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Sonntag, 19. September 1999 Kruschtkiste |