Der 3. Tag

Von der Tutzinger Hütte nach Benediktbeuern
Routenvarianten

 
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Routenvarianten
Variante: Am Lainbach entlang Am Lainbach entlang ...
Variante: Am Eibelsbach entlang Am Eibelsbach entlang ...
 
 

Pensum

Höhenunterschied: 710m 
Reine Gehzeit: 3 Stunden am Lainbach entlang

 

Route

Am Lainbach entlang ...

Tutzinger Hütte, 1327m
Materialseilbahn, Talstation, 1160m
Eibelsfleck-Alm, 1033m
Teilroute 1 , 18kB
Soldner-Alm, 823m
Geschwendt, 660m
Teilroute 2 , 63kB
Benediktbeuern, 617m Teilroute 3 , 31kB

 

 

Höhenprofil

 
So übel langweilig ist der Weg den Lainbach entlang nach Benediktbeuern eigentlich nicht. Man begleitet den erst schmalen Gebirgsbach auf schattigen, feuchten Waldwegen und dann auf einem breiten, ausgebauten Schotterweg. Breit und ausgebaut ist da das Geröllbett An einigen Stellen kann man Schiefer abbauen. Mit ein bißchen Glück findet man sogar eine Versteinerung.

Da, wo die Schmiedlaine in den Lainbach mündet - oder war es doch ein paar Meter woanders?, gibt es eine gastliche Brotzeitstätte mit allerlei felsigen Sitzgelegenheiten für die Hungerigen und allerlei Gelegenheiten, den Spiel-, Patsch- und Stautrieb auszuleben.

Auf diesem Schotterweg hätte ein elender Downhiller die Tochter fast einmal um Haaresbreite über den Haufen gefahren - auch nach mehreren Jahren noch packt mich der ziemlich unheilige Zorn. Also vor allem hinter Biegungen Obacht geben!

So es bullig heiß ist und der Körper nach Abkühlung dürstet, ließe sich noch das sogenannte Alpenwarmbad ansteuern. Wir waren allerdings nicht sehr angetan. Das Wasser war eher eiskalt, alpin war die grüne Wiese auch nicht - und gestochen haben mich die Wespen noch dazu, die in einem Erdloch auf der Liegewiese ihr Nest hatten.

Unten in Gschendt gleich neben dem 'Materl' haben wir immer das letzte Auslaufpäuschen eingelegt, denn irgendetwas muß hier im Lainbachbett immer unbedingt noch ausprobiert, erkundet und bestiegen werden. Unsereins packt so dicht vor'm 'Ziel' meist die innere Unruhe, die sich erst legt, wenn der Heimreise wirklich nichts mehr im Wege steht, auch keine dreißig Minuten mehr. Aber einen querliegenden Baum, der zum waghalsigen Balancieren über den reißenden Strom herausfordert, hätte ich als Bub auch nicht links liegen gelassen, denke ich.

In einer halben Stunde bummelt man nun noch durch den netten Ort zum Bahnhof. Der Kirchtum oder ein freundlicher Ortsansässiger weist die Richtung.
 
 

Am Eibelsbach entlang

... geht es am schnellsten abwärts und zum Bahnhof Benediktbeuern - mehr Qualitäten hat der Weg nicht zubieten. Kinder reagieren auf solche Wege zu Recht mit Mißmut.

Einige Schleifen des elenden Ziehweges lassen sich durch Seitenpfade abkürzen. Aufgepaßt! Die Abzweigungen sind leicht zu übersehen - immerhin ist es ein kleiner Zeitvertreib, nur keinen dieser Pfade zu verpassen.

Der Weg ist in die drei Karten eingetragen, die die Route am Lainbach entlang bebildern.
 
 

Speis' & Trank

In dem kleinen Laden, der dem Bahnhof Benediktbeuern gegenüber liegt, gibt es Eis am Stiel. Wenn man kurze Beine hat, ist so ein Eis am Ende eines doch immer langen Weges schon ein kleines Paradies. Wie wäre es mit einem 'Bum Bum'?
 
 

Benediktbeuern

Der Bahnhof Benediktbeuern ist ein Kleinod. Die Bahnhofsvorsteherin verkauft die Fahrkarten, kurbelt die Schranke herunter - und glaubt nicht, daß diese Idylle noch lange überlebt. Der Moloch Rationalisierung schlägt sicherlich bald auch hier zu.

Das berühmte Benediktinerkloster liegt gleich am Bahnhof. Vom Zug aus kann man einen Blick auf und in die imposante Klosteranlage werfen.
 
 

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© 1998 by Bernd Ragutt
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Samstag, 7. August 1999
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